Sprunggelenksfraktur

Der Bruch des Sprunggelenks am Fuß zählt zu den fünf Knochenbrüchen, die am häufigsten auftreten. Vor allem bei Sportarten, bei denen viel gelaufen und die Richtung gewechselt wird, wie z.B. beim Basketball, Tennis oder Fußball, ist das Risiko für eine Sprunggelenksfraktur hoch.

 

In unserer Spezialpraxis für Unfallchirurgie und Sportverletzungen in Bad Soden helfen wir Ihnen, wenn es zu einer Sprunggelenksfraktur gekommen ist. Wir untersuchen Sie, stellen eine Diagnose und einen auf Sie abgestimmten Therapieplan auf.

Was ist das Sprunggelenk und wozu brauchen wir es?

Das Sprunggelenk ist das Verbindungsstück zwischen Unterschenkelknochen und Fußknochen. Als sogenanntes Scharniergelenk sorgt es dafür, dass der Fuß angehoben und wieder abgesenkt werden kann. Aber nicht nur das: Das Sprunggelenk trägt sozusagen den ganzen Menschen und ist daher eines der Gelenke des Körpers, das am meisten belastet wird.

 

Es kann in zwei Abschnitte eingeteilt werden: das obere und das untere Sprunggelenk, die beide aus mehreren Einzelgelenken bestehen.

 

Mit Hilfe des oberen Sprunggelenks (OSG) kann der Fuß nach oben, unten und ein wenig zur Seite bewegt werden. Es setzt sich aus dem Schienbein (Hauptknochen des Unterschenkels), dem Wadenbein (einem zweiten Knochen an der äußeren Seite des Unterschenkels) und dem Sprungbein (Fußknochen, der an das Schien- und Wadenbein anschließt) zusammen.

 

Durch das untere Sprunggelenk (USG) wird das Sprungbein mit den Knochen der Fußwurzel sowie dem Fersenbein verbunden. Das untere Sprunggelenk ermöglicht ein leichtes seitliches Kippen des Fußes und ein Schwenken nach innen auch außen.

Was ist eine Sprunggelenksfraktur?

Bei einer Sprunggelenksfraktur handelt es sich in der Regel um einen Knochenbruch meist des oberen Sprunggelenks (OSG). Das bedeutet, dass der/die Innen- und/oder Außenknöchel am Fuß gebrochen ist/sind.

 

In den meisten Fällen werden auch die umgebenden Bandstrukturen verletzt, die für die Stabilität des Sprunggelenks sorgen.

Wie kann es zu einer Sprunggelenksfraktur kommen?

Meist sind es Unfälle beim Sport oder anderen Freizeitaktivitäten, die zum Bruch des Sprunggelenks führen. So können beispielsweise unebene oder rutschige Böden den Patienten zum Stolpern, Ausrutschen und Stürzen bringen, wenn er darüber läuft oder rennt.

 

Weitere Ursachen können Verkehrsunfälle, Stürze/unglückliche Sprünge aus größerer Höhe oder die Einwirkung direkter Gewalt sein. Auch die Auswirkungen von Alkohol, Koordinationsstörungen oder gestörte Wahrnehmungen der eigenen Körperbewegung können eine Rolle spielen.

 

In manchen Fällen ist eine Sprunggelenksfraktur auch eine Begleitverletzung bei einem Unterschenkelbruch.

Welche Symptome hat eine Sprunggelenksfraktur?

Ist das Sprunggelenk gebrochen, treten sofort starke Schmerzen im Gelenk selbst sowie häufig auch im angrenzenden Bereich von Unterschenkel und Fuß auf. Die Bewegung ist eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich. Ein weiteres typisches Symptom: Versucht der Patient mit dem betroffenen Fuß aufzutreten, verstärken sich die Schmerzen. In den meisten Fällen bildet sich auch eine deutlich sichtbare Schwellung mit Hautverfärbung am Sprunggelenk sowie den angrenzenden Bereichen.

Ursache einer Sprunggelenksfraktur kann beispielsweise ein Sturz, ein starker Anprall, eine übermäßige Biegung oder Verdrehung sein.

Wie wird die Sprunggelenksfraktur diagnostiziert?

Treten die oben genannten Symptome nach einem Unfall oder Sturz auf, so sollten Sie zu uns in die Unfallchirurgie Maintaunus kommen.

 

Vor der Behandlung steht die Diagnose. Anhand der geschilderten Symptome, einer körperlichen Untersuchung und bildgebender Diagnostik (Röntgen, evtl. Computertomographie bei Verdacht auf Mitverletzung der Bänder) stellen wir fest, ob eine Fraktur vorliegt.

Wie kann die Sprunggelenksfraktur behandelt werden?

Im besten Fall sollte man mit der Behandlung bereits am Unfallort beginnen, indem ein Ersthelfer schnellstmöglich die Normalstellung des Fußes wiederherstellt. Ein Ziehen an der Längsseite verhindert, dass Nerven und Gefäße durch den gebrochenen Knochen beschädigt werden. Das Bein wird mit einer Schiene fixiert und der Patient erhält Schmerzmittel.

 

Danach gibt es zwei Möglichkeiten zur Behandlung einer Sprunggelenksfraktur:

  1. Fuß ruhig stellen
    In vielen Fällen reicht es bereits aus, den Fuß zu schienen und damit ruhig zu stellen. Der Knochenbruch verheilt dann von allein. Wenn keine Komplikationen auftreten und zusätzliche Belastungen vermieden werden, ist in der Regel mit keinen weiteren Folgeschäden zu rechnen.
  2. Operation der Sprunggelenksfraktur
    In manchen Fällen kann ein operativer Eingriff notwendig werden, so z.B. bei Verletzungen des Innenknöchels. Kleinere Schäden können chirurgisch mit einer sog. Zug-Gurtung versorgt werden, größere Schäden müssen häufig verschraubt werden. Nach der OP ist oft eine Reha erforderlich.

Kontakt aufnehmen

Befürchten Sie, von einer Sprunggelenksfraktur betroffen zu sein? Wir sind Ihr erster Ansprechpartner und gerne für Sie da.

SODENIA Gesundheitszentrum

Facharztpraxis chirurgie-maintaunus
c/o Fachbereich Unfallchirurgie
Dr. Riediger / Hirschberger
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